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Junge Union und Junge Liberale erwarten positive Veränderungen der neuen Bundesregierung
Gerrit v. Lipinski (JU) und Lars Alt (JuLis) verglichen Programme und zogen eine erste Wahlkampfbilanz.
In Helmstedt trafen die beiden Kreisvorsitzenden der Jungen Liberalen (JuLis) und der Jungen Union (JU) zusammen, um die Wahlergebnisse vom 27.September zu deuten. Dabei sehen Lars Alt (JuLis) und Gerrit v. Lipinski (JU) große programmatische Gemeinsamkeiten.
„Wir erwarten jetzt, dass ein Ruck durch Deutschland geht und wichtige Reformvorhaben entschlossen angepackt werden“, sagte der JU-Vorsitzende Gerrit v. Lipinski (25). „Diese Wahl hat stabile politische Verhältnisse im Bundestag und Bundesrat hervorgebracht – das freut uns am meisten, denn nun können unsere liberalen Forderungen auch umgesetzt werden, sagte der JuLi-Vorsitzender Lars Alt (18).

Viele Gemeinsamkeiten haben die beiden Vorsitzenden gleich im Wahlprogramm ausgemacht. Deshalb vermuten sie schnelle Fortschritte bei einer grundlegenden Steuerstrukturreform, die zu mehr Entlastung führen soll. Auch erwarten sie bessere Bedingungen für solide Staatsfinanzen und die Schaffung von Wirtschaftswachstum. „In beiden Mutterparteien bleibt es unsere Aufgabe, weiterhin für Generationengerechtigkeit, besonders in den sozialen Sicherungssystemen zu kämpfen“, sagte von Lipinski. Lars Alt fügte hinzu: „Der Staat muss finanzielle Freiräume schaffen, um mehr in Bildung und Umwelttechnologie investieren zu können.“
Während des Gesprächs stellten beide auch Trennendes fest. So setzen sich die Jungen Liberalen dezidiert dafür ein, die Wehrpflicht abzuschaffen, um jungen Menschen mehr Entscheidungsfreiheit zu ermöglichen – die Junge Union will sie dagegen weiterentwickeln zu einer „Dienstpflicht für Deutschland“. Auch beim Thema Datenschutz im Internet sowie Umgang mit Bürgerrechten werden CDU und FDP noch zu einem Kompromiss kommen müssen, da sich Sicherheitsgedanke der Konservativen und Freiheitsgedanke der Liberalen zunehmend bedingen.
Positive Bilanz zogen beide Vorsitzenden über die Art des Wahlkampfs. „Das Ergebnis bestätigt den sachlich orientierten Wahlkampf, sowohl auf Bundesebene als auch für den Wahlkreis vor Ort. Es ist gut wieder einen „eigenen“ Bundestagsabgeordneten in Berlin zu haben“, sagte Gerrit v. Lipinski. Lars Alt freute sich abschließend über einen gemeinsamen Wahlkampf für das bürgerliche Lager, ergänzte jedoch, dass die Stimmen für die FDP keine „Leihstimmen“, sondern ein Votum für eine Stärkung von liberalen Inhalte in der Bundesregierung waren“.