Kommentar zur Errichtung des Helmstedter Jugendparlamentes
JuLis Helmstedt | 28. September 2011Am 20.Oktober 2010 habe ich in der Braunschweiger Zeitung im Rahmen einer Stellungnahme meine konkreten Vorstellungen zur Errichtung eines Jugendparlamentes deutlich veröffentlicht. Unter dem Titel „Enttäuschungen vermeiden“ habe ich als Kreisvorsitzender einer politischen Jugendorganisation und als damaliger Kreisschülerratssprecher sowie Schulsprecher des Gymnasiums Julianum im Namen vieler engagierter Jugendlicher der unterschiedlichsten Schulformen darum gebeten, das Jugendparlament „zeitnah sowie mit organisatorischer Konsequenz und Transparenz“ einzurichten.
Nach einem Jahr ist nun eine düstere Zwischenbilanz zu ziehen.
Jegliche Fragestellungen wurden bisher entweder nicht zufriedenstellend oder überhaupt nicht geklärt. Hierzu zählt u.a. die Besetzung, die etwaige finanzielle Ausstattung und die Funktion des Jugendparlamentes innerhalb des kommunalpolitischen Systems.
Es ist kein Wunder, dass bei diesem lähmenden Prozess jeder zunächst engagierte Jugendliche die Lust am Gestalten verliert. Um dies zu vermeiden, habe ich konkrete Mithilfe angeboten, um jüngere Schülerinnen und Schüler für dieses nachhaltige Projekt zu gewinnen, denn wer Politikverdrossenheit abbauen möchte, muss Jugendlichen das Recht auf Mitsprache einräumen – aber die bisherige, frustrierende Zwischenbilanz führt zum Gegenteil des eigentlich anvisierten Ziels. Solange die Politik vor Ort weiterhin keinen unkomplizierten, zeitnahen und verlässlichen organisatorischen Rahmen mit konkreten Zielstellungen für das Jugendparlament bietet und solange in diesen Prozess weiterhin keine jungen engagierten Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende eingebunden werden, sind Enttäuschungen vorprogrammiert, nicht zuletzt auf Grund der desolaten Finanzlage der Kommunen.







