Führungszeugnis ein wichtiger Schritt beim Kinderschutz
JuLis Helmstedt | 8. Mai 2010Jährlich werden in der Bundesrepublik Deutschland unzählige Kinder sexuell missbraucht, dabei sind es vorwiegend Männer, die sich an den Kindern vergreifen. Sexueller Missbrauch tritt in allen gesellschaftlichen Gruppen auf. Das Alter des Kindes spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren sind am stärksten von Übergriffen betroffen. Oft ist der sexuelle Übergriff kein Einzelfall, sondern der Missbrauch ist eine immer wiederkehrende Gewalttat, die sich oft über Jahre hinzieht. Sexueller Missbrauch in jeder Form ist ein außergewöhnlicher Machtmissbrauch der Täter. Besonders beim Missbrauch von Mädchen zeigt sich immer noch, dass Mädchen und Frauen oft als (Sexual-)Objekte und Gesellschaftsmitglieder zweiter Klasse sind.
Die Einführung des erweiterten Führungszeugnisses soll dem besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen dienen. Gerade dort, wo es um Betreuung, Erziehung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen geht, muss sichergestellt werden, dass vor einer Berufseinstellung der Bewerber/ die Bewerberin sich keinerlei Sexualdelikte schuldig gemacht hat.
Die Jungen Liberalen Helmstedt begrüßen das Inkrafttreten des Gesetzes, das erweiterte Führungszeugnisse für Berufsgruppen die viel mit Minderjährigen zu tun haben einführt.
Das Vertrauen der Eltern in unsere Bildungseinrichtungen wie Kindergarten und Schule muss weiterhin gestärkt werden. Das erweiterte Führungszeugnis ist in dieser Hinsicht ein richtiger und auch wichtiger Schritt.
von Simon Sosnitza







