Nacktscanner schließen keine Sicherheitslücken
JuLis Helmstedt | 5. Januar 2010Die Jungen Liberalen Helmstedt bewerten die erneute Diskussion um den Einsatz von Nacktscannern an Flughäfen sehr kritisch. Die FDP Nachwuchsorganisation fordert daher auch ihre Mutterpartei auf, sich eindeutig gegen den Einsatz dieser Geräte auszusprechen.
„Nacktscanner werden auch zukünftig keine 100 prozentige Sicherheit geben, sondern nehmen stattdessen allen Passagieren ihre Persönlichkeitsrechte. Es kommt dabei nicht auf die Art der Scanner an, sondern darauf, dass zunächst alle Passagiere unter Generalverdacht gestellt werden“, kritisiert der Kreisvorsitzende LARS ALT.
Auch die Aussage des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann, dass man durch den Einsatz von Bodyscannern bestehende Sicherheitslücken schließen kann, bewerten die Jungen Liberalen Helmstedt als zu eindimensional. „Führt man diesen Gedankengang zu Ende, so müsse man solche Scanner überall dort installieren, wo sich viele Menschen aufhalten bzw. von A nach B reisen. Das kann nicht das Ziel einer solchen Sicherheitsdebatte sein, sondern führe stattdessen zu einer Totalüberwachung der Bürger. Dieses Szenario müssen wir als Liberale verhindern“, so der JuLi-Chef des Kreisverbandes Helmstedt, Lars Alt.